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Vorsorge

Der große Check-up: Was er wirklich bringt

Aktualisiert am 12. Juli 2026·5 Min. Lesezeit·Medizinisch geprüft
Daniel Lindenthal
Daniel LindenthalArzt · Privatpraxis Stuttgart
Stethoskop auf einem Tisch

Einmal im Jahr „durchchecken lassen" – klingt vernünftig. Aber was steckt eigentlich hinter einem großen Check-up, was bringt er wirklich, und worauf sollten Sie achten? Ein ehrlicher Blick auf Nutzen, Ablauf und Kosten, ohne Verkaufsfloskeln.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein guter Check-up kombiniert Labor, Ultraschall, EKG und ein ausführliches Gespräch.
  • Entscheidend ist die Auswertung: Werte brauchen Einordnung, keine Tabellen-Ampel.
  • Sinnvoll ab etwa 35 – früher bei familiären Risiken oder Beschwerden.
  • In der Privatpraxis: Preis nach GOÄ, vorab schriftlich – keine Überraschungen.

Warum überhaupt ein Check-up?

Viele ernsthafte Erkrankungen – Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes, Nieren- und Lebererkrankungen – entwickeln sich über Jahre völlig unbemerkt. Wenn Symptome auftreten, ist oft schon wertvolle Zeit verstrichen. Ein strukturierter Check-up macht sichtbar, was Sie nicht spüren können.

Wichtig ist mir dabei Ehrlichkeit: Ein Check-up ist kein Rundum-Schutzschild. Er ist eine Momentaufnahme mit hoher Aussagekraft – und der Startpunkt für einen Plan, der zu Ihrem Leben passt.

Was wird untersucht?

Der große Check-up in meiner Praxis besteht aus vier Bausteinen, die zusammen ein vollständiges Bild ergeben:

  • Großes Labor: Blutbild, Leber-, Nieren- und Schilddrüsenwerte, Blutzucker- und Fettstoffwechsel, Entzündungsmarker sowie relevante Vitamine und Mineralstoffe.
  • Ultraschall: Blick auf Bauchorgane und Schilddrüse – schmerzfrei und ohne Strahlenbelastung.
  • Ruhe-EKG: Herzrhythmus und erste Hinweise auf Auffälligkeiten.
  • Ausführliches Auswertungsgespräch: 45+ Minuten, in denen wir jeden Befund besprechen – verständlich und mit klaren nächsten Schritten.

Gut zu wissen: Mehr Messwerte bedeuten nicht automatisch mehr Erkenntnis. Ich stelle das Programm so zusammen, dass jeder Wert eine Frage beantwortet – statt neue Verunsicherung zu schaffen.

Für wen ist der Check-up sinnvoll?

Als Faustregel: ab Mitte 30 alle ein bis zwei Jahre. Früher und engmaschiger, wenn in Ihrer Familie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Krebserkrankungen vorkommen, wenn Sie rauchen, unter Dauerstress stehen oder einfach lange nicht beim Arzt waren.

„Die beste Behandlung ist die, die gar nicht erst nötig wird – weil wir früh genug hingeschaut haben."

Daniel Lindenthal, Arzt

So läuft der Termin ab

Sie kommen morgens nüchtern in die Praxis. Nach der Blutabnahme folgen Ultraschall und EKG – alles an einem Vormittag, ohne Wartezimmer-Marathon. Sobald die Laborwerte vorliegen, treffen wir uns zum Auswertungsgespräch: Sie bekommen alle Befunde schriftlich, verständlich erklärt, plus einen konkreten Gesundheitsfahrplan für die nächsten zwölf Monate.

Was kostet der große Check-up?

Als Privatpraxis rechne ich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab. Der große Check-up beginnt ab 490 € – der genaue Preis hängt vom individuellen Umfang ab und liegt Ihnen vor der Untersuchung schriftlich vor. Private Krankenversicherungen und die Beihilfe erstatten in der Regel; gesetzlich Versicherte sind als Selbstzahler willkommen.

Wie bereite ich mich vor?

  • 8–10 Stunden vorher nichts essen, Wasser ist erlaubt.
  • Aktuelle Medikamente und frühere Befunde mitbringen.
  • Fragen vorab notieren – das Gespräch gehört Ihnen.

Fazit

Ein großer Check-up lohnt sich dann, wenn er gründlich gemacht und gründlich erklärt wird. Genau dafür ist diese Praxis gebaut: Zeit für die Untersuchung, Zeit für das Gespräch – und ein Plan, mit dem Sie wirklich etwas anfangen können.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden wenden Sie sich bitte direkt an die Praxis.
Daniel Lindenthal
Daniel Lindenthal

Arzt und Gründer der Privatpraxis Lindenthal in Stuttgart. Schreibt hier über Vorsorge, Diagnostik und einen gesunden Alltag – verständlich statt Fachchinesisch.

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